Was wäre ein Verein ohne 2. Vorstand…

In den letzten Wochen gab es für uns Einiges zu erledigen. Leider gerieten unsere Sonntagsinterview’s ins Hintertreffen. Damit ist aber ab heute Schluss.

Dreh- und Angelpunkt unseres heutigen Sonntagsinterview’s ist unser 2. Vorstand, MARCEL BRUSSÉ

 

 

Wie bist du zum MSC Malsch gekommen?

Den MSC Malsch habe ich erstmals kennengelernt auf dem Malscher Weihnachtsmarkt 2012. Da ich seit dieser Zeit den Weihnachtsmarkt mit organisiere, kam ich damals direkt ins Gespräch mit den dortigen Mitgliedern und man hat sich ausgetauscht über den Motoballsport und Motorrädern im Allgemeinen. Was mir direkt aufgefallen ist und was mir gefallen hat, war die direkte und sympathische Art wie sich der Verein präsentiert hat. Ein Verein lebt und präsentiert sich durch die aktiven und immer präsenten Mitglieder. Durch diverse Motorrad-Clubs in denen ich marketingseitig aktiv bin kam auch der MSC Malsch immer öfter zum Gespräch.

 

 

Seit wann bist du der 2. Vorstand und wie kam es dazu?

Im November 2019 trat dann Manuela Stiefel an mich heran ob ich in der Funktion als 2. Vorsitzenden den Verein aktiv mit unterstützen möchte. Wir redeten stundenlang über vereinsrelevante Themen wie der damaligen finanziellen Situation, Verbesserungsmöglichkeiten, einzelne Mitglieder und Abteilungen… Meine Expertise bekräftigte mich nach diesem Gespräch und ein wenig Bedenkzeit mich bei der Hauptversammlung 2020 als 2. Vorstand aufstellen zu lassen, wo ich dann bekanntermaßen mehrheitlich von den Mitgliedern gewählt wurde.

 

 

Du bist ja nicht nur beim MSC Malsch der 2. Vorstand. Ist es dir nicht manchmal zu viel Arbeit in mehreren Vereinen tätig zu sein?

Lukas, da sagst du was. 
Zeit ist des Menschen kostbarstes Gut. Aber wenn man an die jeweiligen Vereine und deren Aktivitäten glaubt, wenn man mit Spass bei der Sache ist und wenn man so tolle Sozialkontakte aufbaut, dann lohnt sich der unermüdliche Einsatz. Mein Vorteil ist, dass ich nicht nur in unterschiedlichen Vereinen tätig bin und damit ein breites Spektrum an Erfahrung mitbringe, sondern auch durch meine über 15-jährige Selbstständigkeit im eigenen Geschäft so viele Leute kennen gelernt habe, dass ein “netzwerken” möglich ist und Personen zusammenbringen kann, um deren Potenzial zu verbinden und zu fördern. Ähnlich wie beim “Brückenbau” wo zwei unüberwindbare Punkte gemeinsam miteinander verbunden werden. Da ich ansonsten keinerlei Verpflichtungen habe, fällt es mir zusätzlich leichter mich tatkräftig in verschiedenen Vereinen und in der Öffentlichkeit zu engagieren. Aber unabhängig von mir, braucht jeder Verein ein Team an Leuten, die an einem Strang ziehen, ehrenamtlich aktiv sind und genauso mit Begeisterung ihre Aufgaben erfüllen. Und da ist der MSC Malsch nach einer längeren Zeit jetzt auf einem sehr guten Weg. Laura Romano, welche genau so lange dabei ist wie ich, übernimmt zukünftig weitere Aufgaben die mich entlasten werden. Bei uns gibt es viele Mitglieder, die Ihre Aufgaben sehr engagiert und mit viel Herz ausführen. Das freut mich sehr und unterscheidet uns von vielen anderen Vereinen. 🙂

 

 

Wie waren in deinen Augen die letzten 2 „Corona-Jahre“ für den MSC Malsch?

Das wir eine solche weltweite Pandemie mit diesem riesigen Ausmass erleben werden, war ein Schock für mich. Gerade der 1. Lockdown hat gezeigt, wie verwundbar man als begeisterter Motorsportverein ist, wenn man sich plötzlich nicht mehr auf dem Vereinsgelände/Clubhaus treffen darf, wenn Zuschauer gar nicht oder nur stark eingeschränkt unsere Motoball-Spiele besuchen dürfen, wenn man Veranstaltungen dauernd umplanen oder sogar absagen muss. Gerade für die Verwaltung besteht seit 2 Jahren “Dauerstress”. Wir stehen ständig unter Strom, sei es bei finanziellen Themen, Förderprogrammen, Corona-Auflagen, usw. Alles muss ja trotzdem am Laufen gehalten werden und es ist eine extreme Situation, die hoffentlich bald ein Ende findet. Trotz all dieser Beschränkungen und Herausforderungen haben wir es geschafft, sehr vieles auf den Weg zu bringen, wo andere Vereine keine Chancen hatten. Rückblickend haben wir alles richtig gemacht und das kann man nicht oft von sich behaupten, oder? Ich könnte jetzt so vieles aufzählen von neugewonnenen und engagierten Sponsoren, Zuwachs an MSC Malsch Mitgliedern, Optimierungen von internen Vereinsprozessen, Etablierung neuer Veranstaltungen wie den KIDzDAY oder die Malscher BeerPong Meisterschaft, Stärkung und Förderung der 1. Mannschaft und den angeschlossenen Abteilungen wie Mechaniker oder Jugend,  und vieles, vieles mehr… Ein grosses Lob möchte ich dem Clubhaus-Team aussprechen, die IMMER im Einsatz waren sobald es coronabedingt möglich war. Das hat unserem Verein ebenfalls finanziell sehr gut getan. Ich bin mir sicher, wenn der Vereinsbetrieb wieder normal weiterlaufen kann, haben wir eine grosse Chance uns dauerhaft als Traditionsverein nicht nur in Malsch im Positiven ins Gespräch zu bringen, durch sportliche Motoball-Erfolge und als ein “Verein für Alle!”

 

 

Wo siehst du den MSC Malsch in 1-2 Jahren?

Den Verein MSC Malsch sehe ich in naher Zukunft als eine Begegnungsstätte jeden Alters und jeden Geschlechts, mit einer Bundesliga-Motoballmannschaft die sich nicht verstecken muss und kontinuierlich besser wird, mit Sonderveranstaltungen die den Besuchern Spass machen, mit einem idyllischen Clubhausareal das zum Verweilen einlädt und mit Sponsoren/Partnern/Verbänden die unsere Visionen gemeinschaftlich teilen und immer da sind, wenn wir sie brauchen. Das Wichtigste wünsche ich aber jedem: Bleibt gesund und ärgert euch nicht über Kleinigkeiten, es gibt immer einen Weg. Gemeinsam werden wir IMMER mehr erreichen.

Interview: Lukas Schmidkunz

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